Kommentar – 600 Euro Mautgebühren

Ausgerechnet Frau Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner von der SPÖ verkündete am 16. Mai 2026 die Wiedereinführung der Studiengebühren.

Das „wahnsinnig schlechte“ Budget mag zwar stimmen, ist aber ein armseliger moralischer Kompass. Wer bei der Bildung spart, betreibt Sabotage an den Ressourcen des Landes. Keine kleinen „Beiträge” sind die 600 Euro pro Semester für Studierende aus der EU und ganze 1.200 Euro für Studierende aus Drittstaaten. Diese Summen sind ein entscheidender Grund, kein Studium aufzunehmen.

Besonders zynisch ist das Argument der „Rückgabe“ an die Gesellschaft. Wer zahlt durchschnittlich am meisten in den Steuerungstopf des Landes ein? Akademikerinnen und Akademiker. Menschen, die keine Akademikerkinder sind, werden erneut außenvorgelassen. Sie werden zuerst an die Kasse gebeten. Das wirkt wie eine Aufstiegssteuer in einer Gesellschaft, in der Bildung als Menschenrecht in der Demokratie niedergeschrieben ist.

Die sogenannten „Ausnahmen für Härtefälle“ sind lediglich eine Verzierung der bröckelnden Fassade. Wer ohnehin mit der Finanzierung seines Lebensunterhalts zu kämpfen hat, wird durch den Wald aus Anträgen nicht mehr hindurchblicken können.

Anstatt neue Mautstellen zu errichten, muss die Politik alte Barrieren abbauen, um soziale Gleichheit und Gerechtigkeit an den Universitäten zu fördern. Mit diesem Schritt klassifiziert und spaltet die Ministerin die Gesellschaft.  In einer Demokratie darf Bildung kein Luxusgut sein, das man sich „leisten können muss“. Ein Tiefpunkt ist erreicht, die Partei mit dem „s“ ist bankrott und nicht sozial.

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Achtung das ist ein fiktives Thema!